NDR
Das Interview, das ich mit Frau Pinnau über Feng Shui für den NDR 2006 gemacht habe, hat mich sehr beschäftigt. Die energiegeladene Aktivität, die Frau Pinnau ausstrahlt, ist auf mich übergesprungen. Schon am nächsten Tag fing ich an, das Arbeitszimmer umzugestalten: Wo ich bislang mit dem Rücken zum Raum oder zu einer Tür hin gearbeitet hatte, änderte ich diese Position. Ihre Devise „Klarheit“ öffnete mir die Augen für meine Möblierung. Es ist logisch: Wo Räume vollgestopft sind, kann keine Klarheit sein, kann also, in ihrer Sprache, auch keine Energie fließen.
Dr. Claudia Guderian, Hamburg
Ausschnitt aus dem 23 Seiten langem Interview zum Thema „Wahl der Räume mit Feng Shui für jede Tätigkeit am Beispiel eines Meditationsraums“:
Verschwindet in den Ecken irgendwas?
Ja. Da verschwindet Kraft. Sie kennen doch sicherlich das … die Übung, die einige noch als Kinder machen mussten, wenn sie in der Schule gestört oder nicht aufgepasst haben: die mussten sich in die Ecke stellen.
Ja.
Und zwar mit dem Gesicht in die Ecke. Genau.
Das konnten viele vielleicht nicht begründen, einige schon. Es geht darum, den Kindern die Power zu nehmen. Die Arbeit übernimmt die Ecke.
Man ist getrennt von der Gruppe. Man ist vom Blickkontakt getrennt.
Ja. Das kommt dazu. Man hat einen freien Rücken. Man ist angreifbar. Und man ist diesem Sog der Ecke ausgeliefert. Kineseologisch kann man testen, dass Sie, wenn Sie sich mit dem Gesicht in die Ecke stellen, wesentlich weniger Kraft haben als wenn Sie nicht in der Ecke sondern vor einer geschlossenen Wand stehen.
Ja?
Ja. Das ist genauso … ist so ähnlich wie das, was Sie eben erlebt haben.
Und wenn ich mich jetzt mit dem Rücken in die Ecke stelle, wird’s umgekehrt?
Nein, dann ist es auch noch abziehend, aber die Wirkung ist nicht ganz so groß. Weil Ihr Rücken in gewisser Weise geschützt ist. Er ist nicht mehr allem ausgeliefert, und Sie haben ’ne Chance, das zu kontrollieren. Sie haben den Raum im Blick.
Also ist es gut, bei der Meditation, wie auch bei der Arbeit mit dem Rücken zur Wand zu sitzen, nicht zur Ecke.
Wollen wir das noch mal zusammenfassen, was Sie mir jetzt empfohlen haben? Was haben Sie noch gerechnet?
Das Bagua nach den Himmelsrichtungen ist sicherlich einigen bekannt. Es unterstützt im Nordosten Meditation und Kontemplation. Hilfreich ist, den Meditationsraum dort zu platzieren, wenn möglich. Ist dies nicht möglich, wird der Altar im Nordosten des Nordost-Raumes wird aufgestellt, wenn die anderen Methoden da nicht entgegen sprechen. Man setzt sich in die gegenüberliegende Richtung. Das wäre der Südwesten. Das heißt, man schaut in den …